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Betreuungsverein

Heike Huber
Diplom Sozialpädagogin FH
Mediatorin
Telefon: 0621 / 1208011
E-Mail: heike.huber@skf-mannheim.de

Maria Schneider-Rummel
Diplom Sozialarbeiterin FH
Mediatorin
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E-Mail: maria.schneider-rummel@skf-mannheim.de

Regina Steinmetz
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Janka Wawrik
Diplom Pädagogin
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E-Mail: janka.wawrik@skf-mannheim.de

 
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Vorsorgevollmacht und Betreuungsverfügung

Wichtige Informationen zur Vorsorgevollmacht und Betreuungsverfügung können Sie  hier herunterladen

 
Vorsorgevollmacht, Betreuungsverfügung, Patientenverfügung  

Vorsorgevollmacht, Betreuungsverfügung, Patientenverfügung

Sind im Notfall nicht automatisch meine Angehörigen bevollmächtigt, für mich zu entscheiden?

 

Eine Betreuerin ist mit einem Rollstuhlfahrer im freien unterwegs 

Viele Menschen glauben, dass im Falle einer Notsituation der Ehe- oder Lebenspartner, volljährige Kinder oder Verwandte eine gesetzliche Vertretungsvollmacht für all ihre Lebensbereiche haben. Für Volljährige können jedoch laut Gesetz nur andere Menschen entscheiden oder Erklärungen abgeben, wenn:

  • sie Bevollmächtigte aufgrund einer rechtsgeschäftlichen Vollmacht (Vorsorgevollmacht) sind oder
  • sie vom Gericht bestellte Betreuer sind

Das Thema der Vorsorge für Notsituationen und der Vorbereitung für den Fall, seine Angelegenheiten nicht mehr selbst regeln zu können, nimmt in der Arbeit des SkF Mannheim einen immer größeren Stellenwert ein. Wir möchten daher einige mögliche Gestaltungen der Vorsorge erklären.

Vorsorge für Notsituationen kann man in Form einer Vorsorgevollmacht, einer Betreuungsverfügung und einer Patientenverfügung treffen. Wir haben hier einige wichtige Informationen für Sie zusammengefasst.

Unterscheidung Vorsorgevollmacht, Betreuungsverfügung, Patientenverfügung

Bei den Vorsorgemöglichkeiten Vorsorgevollmacht und Betreuungsverfügung geht es darum, wer im Fall einer Notsituation (bei Geschäftsunfähigkeit oder auch bloßer Hilfsbedürftigkeit) die Abwicklung der finanziellen und persönlichen Angelegenheiten in welcher Weise vertreten soll. Bei der Patientenverfügung geht es um die Willenserklärung in Bezug auf die medizinische Behandlung.

Mit einer Vorsorgevollmacht kann man selbst bestimmen, wer die persönlichen Angelegenheiten regeln soll. Damit setzt die Vorsorgevollmacht uneingeschränktes persönliches Vertrauen voraus. Die Erklärung wie auch der Widerruf der Vollmacht setzen die Geschäftsfähigkeit des "Vollmachtgebers" voraus. Die Vorsorgevollmacht ist ein privatrechtliches Verfahren.

Eine weitere Form der Vorsorge ist die Betreuungsverfügung. Im Gegensatz zur Vorsorgevollmacht setzt die Betreuungsverfügung jedoch erst ein, wenn das Betreuungsgericht entsprechend der gesundheitlichen Situation des Verfügenden dies für erforderlich hält. Der Betroffene legt vorher fest, wer ihn betreuen soll (rechtlicher Betreuer), falls eine Betreuung eingerichtet wird. Das Betreuungsgericht hat diesem Wunsch zu entsprechen, wenn er nicht dem Wohl des Betroffenen widerspricht. Die Einrichtung einer Betreuung ist ein gerichtliches Verfahren.

Patientenverfügung

Diese Art der Vorsorge betrifft den Bereich der medizinischen Vorsorge. Es könnte eine Situation eintreten, in der Sie nicht mehr eigenverantwortlich entscheiden oder Ihren Willen nicht mehr äußern können. In einer Patientenverfügung können Sie für diese Fälle schriftlich im Voraus festlegen, ob und wie Sie in bestimmten Situationen ärztlich behandelt werden möchten.

Das Gesetz definiert die Patientenverfügung als schriftliche Festlegung einer volljährigen Person, ob sie in bestimmte, zum Zeitpunkt der Festlegung noch nicht unmittelbar bevorstehende Untersuchungen ihres Gesundheitszustandes, Heilbehandlungen oder ärztliche Eingriffe einwilligt oder sie untersagt (aus Infobroschüre Justizministerium Ba-Wü) (...) Auf diese Weise können Sie Einfluss auf eine spätere ärztliche Behandlung nehmen und damit Ihr Selbstbestimmungsrecht wahren, auch wenn Sie zum Zeitpunkt der Behandlung nicht mehr ansprechbar sind. (ebd.)

Eine Beratung zum Thema Patientenverfügung kann der Betreuungsverein des SkF Mannheim aufgrund der vielfältigen medizinischen Fragen, die sich hier stellen, nicht anbieten. Wir verweisen an dieser Stelle auf den Gesundheitstreffpunkt Mannheim, Patientenberatung Rhein-Neckar, Alphornstr.2a, 68169 Mannheim, Telefon: 3369725. www.gesundheitstreffpunkt-mannheim.de

Wenn Sie Fragen haben

  • welche die richtige Vorsorgemöglichkeit für Sie ist und
  • wie Sie die Vorsorgeverfügung korrekt ausführen können

helfen wir vom Betreuungsverein des SkF Mannheim www.betreuung@SkF-mannheim.de  Ihnen gerne weiter.

Auf Anfrage halten wir Vorträge zu Vorsorgevollmacht und Betreuungsverfügung.

Hier haben wir weitere Informationen zur Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung für Sie zusammengestellt:

Formulare zu den Vorsorgemöglichkeiten

Was wird in der Vorsorgevollmacht geregelt?

Die Vollmacht sollte schriftlich in Form eines zivilrechtlichen Vertrages erfolgen, um Dritten gegenüber einen Nachweis zu haben. Darin können Regelungen zu folgenden Bereichen getroffen werden:

  • Gesundheitssorge
  • Pflegebedürftigkeit
  • Aufenthalts- und Wohnungsangelegenheiten
  • Vermögensverwaltung und Rechtsgeschäfte bei Vermögensangelegenheiten
  • Post- und Fernmeldeverkehr
  • Behördenkontakt
  • Regelungen im Todesfall

Wann tritt die Vollmacht in Kraft?

Mit der Erstellung einer Vollmacht ist gewährleistet, dass im Notfall der Bevollmächtigte die Angelegenheiten des Betroffenen sofort regeln kann - ohne große Bürokratie.

Wann eine Vollmacht in Kraft tritt, ist vom Willen des Vollmachtgebers abhängig. Sie kann sofort erfolgen oder aber auch erst bei einer durch den Arzt bestätigten Geschäftsunfähigkeit. Die Vollmacht kann jederzeit widerrufen werden.

Der Abschluss einer Vollmacht ist kostenlos. Wir empfehlen, sie in schriftlicher Form an einem leicht zugänglichen Ort aufzubewahren. Man kann die Vollmacht beim zentralen Vorsorgevollmachtregister der Bundesnotarkammer registrieren lassen, um sie jederzeit nachweisen zu können. Für bestimmte Angelegenheiten wie z.B. Grundstücks- und Unternehmensgeschäfte sowie Darlehensaufnahme ist die öffentliche Beglaubigung nötig, eine notarielle Beurkundung ist möglich und wird bei Zweifel an der GF empfohlen. 
Für Bankgeschäfte ist das Hinterlegen einer Bankvollmacht ausreichend.

Betreuungsverfügung

Was regelt eine Betreuungsverfügung?

Bei der Betreuungsverfügung handelt es sich um eine Willensäußerung für den Fall der Betreuungsbedürftigkeit. Sie sollte, um Streitigkeiten zu vermeiden, bei Geschäftstüchtigkeit des Betroffenen erklärt werden.

Hierbei geht es unter anderem um die Klärung

  • der Person des Betreuers und der Ausübung seiner Aufgaben
  • des Ortes der Pflege
  • der Art der Versorgung

Wie sollte die Betreuungsverfügung verfasst sein?

Eine bestimmte Form ist für die Betreuungsverfügung zurzeit noch nicht vorgeschrieben. Sie sollte jedoch schriftlich verfasst und mit Ort, Datum und eigener Unterschrift versehen sein. Auch hier ist die Aufbewahrung analog der Vorsorgevollmacht zu handhaben (s.o.).

Wann kann eine in der Betreuungsverfügung benannte Person handeln?

Die Betreuungsverfügung berechtigt die benannte Person nicht automatisch, als rechtlicher Betreuer zu handeln. Erst die Bestellung durch das Betreuungsgericht im Rahmen des Betreuungsverfahrens macht die Betreuung möglich.

Aktuelles: Termine

Unser Stammtisch für ehrenamtliche Betreuer und alle, die sich für eine ehrenamtliche Arbeit bei unserem Betreuungsverein interessieren, findet alle zwei Monate an jedem vierten Dienstag  im Monat jeweils um 18.00 Uhr statt. Wir treffen uns in B5, 20, im St. Raphaelsaal, 68159 Mannheim.

Der Stammtisch dient als Erfahrungsaustausch sowie als Möglichkeit, Informationen und Anregungen aus der Betreuungsarbeit gemeinsam zu besprechen.

 

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